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PESSACHSEDER 13 – DAS ESSEN VON MAZZA DAS ESSEN VON MAROR Halacha und Philisophie

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PESSACHSEDER 13 – DAS ESSEN VON MAZZA DAS ESSEN VON MAROR Halacha und Philisophie

DAS ESSEN VON MAZZA

DAS ESSEN VON MAROR

Halacha und Philisophie

Mozi Mazza

Wie viel Mazza?

An den beiden Sederabenden muss jeder mindestens ein kezajit (die Größe einer Olive) Mazza essen, wenn möglich besser noch zwei kezajit, eins von der obersten ganzen Mazza und eins von der gebrochenen mittleren Mazza.

schemura Mazzot

Für die Sederabende nimmt man schemura Mazzot (speziell für den Seder handgemachte oder maschinell hergestellte Mazzot).

Gewicht und Zeit

Linksseitig angelehnt sollte jeder also mindestens 27 bis 30 gramm (ein olivengroßes Stück) Mazza essen, möglichst innerhalb von zwei Minuten. Schafft man dies nicht, versucht man es in vier Minuten zu essen. Sollte man das kezajit innerhalb von neun Minuten gegessen haben, hat man laut einiger Poskim (Gelehrten) seine Pflicht auch erbracht.

Doppelte Symbolik

Mazza ist sowohl Sklavenbrot als auch Nahrung der Freiheit, weil man beim Exodus wegen der Eile keine Zeit hatte, das Brot aufgehen zulassen.

Aroma zum Pessachfleisch

Maror hat neben der Symbolfunktion der Bitterkeit der Knechtschaft auch eine positive Deutung: es diente als Aroma zum gerösteten Pessachfleisch.

Doppelte Konnotation des Marors

Die doppelte Konnotation des Marors hat nach der Meinung von Rabbi Schlomo Zalman Auerbach eine tiefgründige Bedeutung. Normalerweise erfahren wir angenehme Geschehnisse als ‘gut’, während wir unangenehme Schicksalsschläge als ‘schlecht’ einordnen.

künstliche Aufteilung

Diese Zweiteilung ist jedoch künstlich, eine Folge unserer Kurzsichtigkeit. Faktisch geschieht alles, – wie schwer uns die Annahme auch fällt – zum Guten. Aus der g’ttlichen Perspektive ist alles positiv. In den Klageliedern (3: 38) steht geschrieben: “Aus dem Munde des Allerhöchsten kommt weder Böses noch Gutes.” Tatsächlich handelt es sich bei „gut“ und „schlecht“ nur um menschliche Qualifikationen!

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DAS ESSEN VON MAROR

Verschiedene Sorten Maror

In der Mischna (mündliche Lehre) werden verschiedene Gemüsesorten erwähnt, die als Maror geeignet sind. Romana-Salat verdient den Vorzug vor Meerrettich, mit seinem intensiv bitteren Geschmack.

Romana-Salat ist anfangs nicht wirklich bitter im Geschmack. Er spiegelt aber die Situation in Ägypten ziemlich genau wider: zu Beginn waren die Kinder Ja’akovs herzlich willkommen, erst danach machten die Ägypter ihnen das Leben schwer (bitter).

Rabbi Mosche Feinstein erkennt hierin ein Symbol für die Weise, in der G’tt mit der Menschheit umgeht. Wenn Haschem einen irrenden Menschen auf den rechten Weg zu lenken versucht, macht Er das mit sanfter Hand.

die Hinweise von Oben negieren

Gelingt dies nicht, weil der Mensch die Hinweise von Oben negiert, dann kann es sein, dass G’tt auf eine bitterere Weise eingreifen muss. Symbolisch ausgedrückt betont die Mischna, dass die “Romana-Salat-Behandlung” den Vorzug verdient.

Romana-Salat steht für den goldenen Mittelweg im Leben

Rabbi Ja’akov Kamenetsky findet, dass der milde Romana-Salat für den goldenen Mittelweg im Leben steht, der immer bevorzugt werden sollte. Jede Form von Extremismus ist verpönt! Dient G’tt in Freude, ist unsere Devise, symbolisiert durch die “angenehme” Maror-Variante, durch den Romana-Salat.



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