Oft fällt es uns schwer, das Gute in einer Tragödie zu erkennen. Warum verlassen Tzaddikim diese Welt? Warum sterben kleine Kinder? Warum leiden rechtschaffene Menschen, während die Bösen ein Leben in Luxus führen? Auch wenn wir dies wohl erst verstehen werden, wenn wir in den Schamayim sind, müssen wir uns stets vor Augen halten, dass alles, was HaKadosh Baruch Hu tut, zum Besten geschieht und dass Er die Verkörperung von Gerechtigkeit und Wahrheit ist. Es sind lediglich unsere eigenen Grenzen, die uns daran hindern, dieses Gute zu begreifen.
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Schließt euch BeEzrat HaShem an und lernt mit Rabbi Lev Leib Lerner. Vertieft euer Wissen über koschere jüdische Denkweisen und Halachos. Glaubt an HaSchem – und seid heilig.
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Wir setzen unsere tiefgehende Auseinandersetzung im Rahmen der Videoserie „Emunah und Bitachon“ fort und konzentrieren uns dabei auf die grundlegende jüdische Lehre, dass jedes Handeln HaSchems einzig und allein dem Guten dient. Im Mittelpunkt der dieswöchigen Betrachtung steht das inspirierende Leben von Josef HaTzaddik; seine Geschichte bietet einen eindrucksvollen Rahmen für das Verständnis der göttlichen Vorsehung.
Rabbi Lev Leib Lerner stellt die Lehre von Rav David Sutton zum Thema des Abstiegs von Jaakov Avinu nach Mitzrajim (Ägypten) vor. Wie in Bereschis (Genesis) 46,3–4 überliefert, versichert HaSchem Jaakov: „Fürchte dich nicht davor, nach Ägypten hinabzuziehen. Josef wird seine Hand auf deine Augen legen.“ Die unmittelbare Pschat (einfache Auslegung, einfache Erklärung) besagt, dass Jaakov sich keine Sorgen machen muss, da Josef die höchste Machtposition der Welt innehat – direkt nach dem Pharao – und dass Josef auch dafür sorgen wird, dass für die physischen und finanziellen Bedürfnisse der gesamten Familie gesorgt ist. Darüber hinaus wird Josef für eine angemessene Beisetzung Jaakovs in Eretz Jisrael garantieren.
Das Sefer Kol Aryeh bietet jedoch einen tieferen, faszinierenden Zugang zu diesem rätselhaften Vers. Der Text beleuchtet die scheinbare Tragödie von Josefs frühem Leben: den Umstand, dass er von seinen eigenen Brüdern in die Sklaverei verkauft wurde. Für jeden menschlichen Betrachter schien dies eine unumkehrbare Katastrophe zu sein – das Ende jeglicher Zukunftsaussichten für den jungen Mann. Doch HaSchem lenkte die Ereignisse so, dass Josef in die höchstmögliche Stellung erhoben wurde; dies ermöglichte es ihm schließlich, für seine Familie zu sorgen und den göttlichen Plan zu erfüllen.
HaSchem nutzte die Geschichte Josefs, um Jaakov eine entscheidende Botschaft zu vermitteln: Auch wenn der Abstieg nach Mitzrajim nachteilig erscheinen mochte, diente er letztlich einem höheren Wohl. Die Geschichte Josefs dient als perfektes Maschal (Gleichnis): Eine Situation, die in Dunkelheit begann, mündete in den höchsten Segen. Genau darin liegt die wahre Bedeutung der Worte „Josef wird seine Hand auf deine Augen legen“ – es ist ein Ausdruck für die Notwendigkeit, die Augen nicht so zu gebrauchen, dass man die „Wirklichkeit“ lediglich durch den menschlichen Verstand wahrnimmt, sondern vielmehr mit der unerschütterlichen Einstellung und Haltung des Bitachon (Gottvertrauen), dass alles zu unserem Guten geschieht.
Rabbi Lerner betont eine zentrale jüdische Lehre: Oftmals sind wir mit unserem begrenzten Verstand nicht in der Lage zu begreifen, warum bestimmte Tzaros (Tragödien) oder als Übel empfundene Ereignisse geschehen. Solange wir uns noch in Olam HaSeh (in dieser Welt) befinden, können wir die letztendliche Güte in diesen Geschehnissen nicht erkennen. Dennoch verlangt Emunah von uns, auch ohne es rational verstehen zu müssen, zu wissen, dass HaSchem Jisbarach uns versprochen hat: Alles, was Er tut, geschieht zum Guten.
Seid ihr willens, eure Emunah zu stärken und zu lernen, wie ihr die Lehren von Josef HaTzaddik auf euer eigenes Leben anwenden könnt? Seht euch diesen Schiur an, um Einblicke in die tiefgründigen Dimensionen der göttlichen Vorsehung zu gewinnen.


























































































































































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